Ausgangssituation

Digitalisierung als Chance und Herausforderung

Digitalisierung führt zu Veränderungen

Aufgrund der Digitalisierung werden sich etablierte Wertschöpfungsketten grundlegend verändern. Mit der Zeit werden sie durch Wertschöpfungsnetzwerke ersetzt. Durch diese Wertschöpfungsnetzwerke verändern sich nicht nur Abläufe, sondern auch Organisationsstrukturen. Durch die Digitalisierung werden sich die Arbeitsteilung von Produzenten, Zulieferern und Dienstleistern sowie ihre Geschäftsmodelle verändern.

Neue Kooperationen und datenbasierte Dienstleistungen bergen Potenziale

In den neuen digitalisierten Ökosystemen kooperieren produzierende Unternehmen, industrielle Dienstleister sowie Internet- und Softwareunternehmen. Wer die dafür nötigen Allianzen schließt, hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Somit gilt die fortschreitende Digitalisierung nicht nur als eine der großen Herausforderungen, sondern zugleich als Chance für Hochlohnländer wie Deutschland. Die Potenziale von Smart Services und intelligenten Netzen werden in Deutschland bisher nur in Ansätzen ausgeschöpft.

Die digitalisierte Landwirtschaft steht vor besonderen Herausforderungen

Das landwirtschaftliche Ökosystem ist geprägt von einer Vielzahl unterschiedlicher Akteure, die an verschiedenen Stellen miteinander interagieren und kooperieren. Eine herstellerübergreifende Vernetzung mobiler Maschinen untereinander und ihre Integration in das Internet der Dinge im Sinne des Industrie-4.0-Gedankens stellt die Branche aufgrund der Heterogenität des Maschinenparks der Betriebe vor große Herausforderungen.

Smart-Farming-Welt - Ausgangssituation
  • Es müssen zahlreiche Kundentypen – vom Nebenerwerbslandwirt bis zur Agrarholding – von den Landtechnikherstellern sowie landwirtschaftlichen Dienstleistern bedient werden.

  • Über den gesamten Produktionsprozess von der Planung bis hin zum Transport und der Einlagerung der Ernte hinweg sind zahlreiche Prozessbeteiligte einzubinden. Die reale Produktion ist somit durch eine horizontale Wechselwirkung zwischen den Akteuren geprägt.

  • Die moderne Landtechnik ist mit den derzeit verfügbaren Produkten bereits durch einen hohen Grad an Konnektivität charakterisiert und bietet deshalb einen idealen Ausgangspunkt, weitere Entwicklungen hin zur vollständig vernetzten Landwirtschaft anzugehen. Dennoch mangelt es an einer Standardisierung in Sicherheitsfragen bei der Verbindung von Maschinen mit dem Internet sowie an einem Rechte- und Rollenkonzept für die Verbindung unterschiedlicher Anspruchsgruppen.

  • Die große Heterogenität der Maschinenparks der Landwirte erschwert die Vernetzung der Maschinen und eine Interoperabilität der vom Kunden eingesetzten Maschinen. Die datentechnische Abbildung erfolgt meist in singulären vertikalen Wechselwirkungen zwischen der angebrachten Sensorik in eine Datenbank. Zur Optimierung des Ressourceneinsatzes und des Ertrags dienen heutzutage bereits Fahrzeuge als Datenlieferanten und Datenempfänger.

  • Die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit kann durch Informations- und Kommunikationstechnologie optimiert und der Mensch in seinen Entscheidungen unterstützt werden.